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EVOLUTIONSKULTUR
Die Kunst der Höherentwicklung lernen

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Leseprobe aus
Des Übermenschen
Wiegenlieder


Evolutionspoesie für Entwicklungsfreudige


von Freigeist von Lebenskunst


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Die lebendige Erde sang Jahrmilliarden lang ihr
Lied pulsierender Lava und brüllender Vulkane,

rauschenden Wassers und pfeifender Winde,
knackender Steine und rieselnden Sandes,
knisternder Elektrizität und molekularer Anspannung.
Bald vibrierten Organismen als Obertöne mit und
brachten Lebensräume planetenweit zum Tanzen.

Tiere erhoben ihre Stimmen in Chören gen Himmel und
der Mensch verzauberte diese Welt mit seiner überirdischen Musik.

Nun ist die Menschheit zu einer globalen Lärmhülle angeschwollen
und trägt ihre Botschaften auf Magnetwellenflügeln bis zu den Sternen.
Die Erde bebt auf allen Frequenzen wie ein kosmischer Gong
bis in die letzten Schwerkraftfelder dieses Universums
und kündet allen lauschenden Intelligenzen
des Menschengeschlechts wirres Fortschrittsgeschrei
- und inmitten der Kakophonie als höheren Anklang des Kommenden:
Des Übermenschen Wiegenlieder !





Weil uns die wilde Erde gebar,
sind wir planetenumtosende Urgewalten.
Weil unsere Ahnen dem Urwald entsprangen,
lieben wir noch immer den Grosstadtdschungel.
Weil Gefahr und Herausforderung unsere Art aufzogen,
suchen wir weiterhin Abenteuer um Abenteuer.
Weil das Paradies ein Spiel auf Leben und Tod ist,
vereinen wir Himmel und Hölle in uns.
Weil unsere Natur ein bewegtes Streben ist,
wächst unsere Kultur zur rastlosen Schöpferkraft an.
Weil unser weltenerschütterndes Ausser-uns-Sein
im Innersten dem ruhenden Auge des Sturms entspringt,
spannt sich in uns der Bogen des Allmöglichen,
von dem der Pfeil der Freiheit in immer
neue Wirklichkeiten schnellt.
Weil wir stromernde Kinder
eines wuchernden Kosmos sind,
sind wir keine braven Engel, sondern
zu allem fähige Menschen !




O Abendland !
Grossmächtigste aller Barbareien !
Hoffnungsvollste aller Hochkulturen !
Finst'ren Wäldern, Krieg und Sklaverei entsprungen -
auf der Suche nach Freiheit, Frieden und Licht !
Viel Glück auf allen deinen Wegen,
von Stern zu Stern in dunkler Nacht,
dem Morgenrot des Menschseins zu,
dort wo das Leben liebend wärmt
und Geist mit Sonnenkräften leuchtet !



Ich schiss auf Altäre,
verbrannte Geld und befreite Sklaven,
plünderte Wissensschätze und
sprengte die Grenzen der Kunst.
Ich besiegte die Angst,
enttäuschte die Hoffnung
und erkannte mich selbst,
begrüsste den unsterblichen Tod
und ritt das Leben wie einen
ewig jungen Orkan.
Und siehe: Die Himmel,
die ich in mir schuf und
in alle Welt leuchten liess,
waren sonniger als der dämmrige Abglanz
kalter Monde, den ich mit Freuden
überstrahlt hatte.




Als ich die Schatzkammern der Erde öffnete,
um meine Kinder reich geschmückt zu sehen
mit den schönsten Lebenswerten der Natur,
schrak ich zurück, denn dort lag fett und hässlich
die Gier in einer leergefressenen Wüste,
gekleidet in den morschen Stumpf des Menschen,
zur kranken Masse angeschwollen
und gekrönt von tödlichen Maschinen,
gottlos und geistfrei den eigenen
Untergang heraufbeschwörend.

Welch uralte Plage: Das Vieh im Menschen
tanzt wieder einmal auf allen Altären!“ rief ich aus
und sammelte Mut und Meinesgleichen,
um es auf ein neues auszutreiben und
meine Kinder aus dem Exil der Wüste

heim ins Paradies zu führen.




Menschenherz stöhnte lustvoll auf,
als Menschengeist mit kosmischem Bewusstsein
ins Innerste der Liebe eindrang
und den Samen der Erkenntnis
in den Schoss des Lebens pflanzte.
Kinder des Alls und werdende Götter
erwuchsen aus dem geilsten Fick der Menschheit.



Die LIEBE,
Mensch, du Kind eines Universums,
in dem alle Sterne miteinander tanzen,
küsste deine Reisszähne und liess
sanfte Lippen über ihnen wachsen,
legte dir Verschmelzungssehnsucht
und ein allsehendes Auge ins Herz,
trieb dir höchste Vereinigungslust in die Lenden,
hiess dich, Freunde gewinnen und Geschwisterbünde schliessen,
Sozialwesen gründen und Frieden finden, weitete dein
Bewusstsein für deine Eingebundenheit ins All.

Die Liebe, Mensch, hält deine Welt zusammen,
verinnerlicht und vereint, was äusserlich getrennt ist,
lässt aus dieser Vermählung immer neues Leben spriessen,
gebärt Kinder und Werke, nährt Völker und Kulturen, zieht
Götter gross und segnet die Erde mit den Früchten des Himmels.

Deine Liebe, Mensch, macht dich erst wahrhaft menschlich,
haucht dir Seelenleben und Geistesflügel ein und
trägt dich schöpferisch über alle Grenzen empor.
So liebe, wenn du ein Mensch sein willst !
So liebe, wenn du Übermenschen zeugen willst !





Ich pulsierte mit den Elementen,
bis ich die Lebendigkeit
allen Seins erspürte.
Ich berauschte mich
an Pflanzengeistern bis zur
Ekstase erweiterten Bewusstseins.
Ich tanzte mit Myriaden Tieren, bis
ich die Welt auf jede Art erfassen konnte.
Ich schwang mich mit meiner Menschenkultur
in die Selbsterkenntnis der Natur empor,
bis ich mich in unser aller
göttliches Wesen verliebte.
Ich hauchte Werkzeugen
meine Seele ein und
entfaltete in ihnen
schöpferische Allmacht.
Ich reifte an mir und meinesgleichen
zum Menschen – und erstieg die Himmel
des Übermenschlichen mit den
gesammelten Kräften des
Paradiesplaneten Erde.
Ich war und bin ein
Weltmensch
- und werde mein
globales Bewusstsein
zur kosmischen Intelligenz weiten.




Ich ruhte im Nirwana
und genoss die Früchte
des himmlischen Paradieses.
Ich reiste ins Land der Ahnengeister
und liess meine Seele aus Pyramidenherzen
zu den Sternen aufsteigen. Ich schaute Ursprung
und Werden des Alls
 und verschmolz mit Gott in
unsterblicher Liebe.
Wo immer ich ins Jenseits
blickte, sah ich
den endlos weiten Horizont des
freien Geistes,
der die Grenzen dieses Universums
sprengte
und den Leib der Sterblichkeit
lebendig überragte.





Du, Mensch,
bist geballte Energie
und organisierte Materie,
konzentriertes Leben
und gesammelter Geist,
verdichtete Kultur
und Implosion
zur göttlichen Essenz des Seins,
die schöpferisch aus dir heraussprudelt.
Du bist die Allmacht der Natur,
die sich als Mensch zur Kunst
bewusster Selbstentfaltung
und Weltgestaltung erheben kann.




Das Paradies auf Erden, Mensch,
ist nie verloren gegangen und keine ferne Zukunftsvision,
denn es schlummert jederzeit in deinem Herzen
und erwacht zu Leben, wenn du dich,
deine Nächsten und die Welt
in den Himmel deiner Liebe hebst !




Das eigentliche Leben
ist immer jetzt und hier,
selbstbewusst und allgewahr,
eigenschöpferisch und weltgestaltend,
seinsverliebt und freudestrahlend!
Wer so lebt, ist wahrhaft lebendig!




Dank euch, ihr Ahnen,
dass ihr die Wurzeln meines Daseins seid,
dass ihr den Boden meines Wesens bereitet habt,
dass ihr den Funken meines ungeborenen Lebens
durch wilde Zeiten und glückliche Tage trugt,
dass mein Geist auf euren unsichtbaren Seelenflügeln
den Himmel eurer Kultur durchschweift
und in eurem Samen meines Körpers
durch Wort und Tat zur Wirklichkeit reift.
Wenn meine Lebenszeit vorüber ist,
so will ich einen letzten Blick
auf meine Kinder, meine Schüler,
meine Werke werfen
und
meinem Erbe meinen Segen geben,

denn auch ich werde bald ein Ahne sein,
die verborgene Wurzel immer neuen Lebens,
die den blühenden Baum der Gegenwart nährt,
dessen Krone in der Zukunft fruchtet.
Dank uns Ahnen, dass wir waren,
sind und sein werden!



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Wem meine Evolutionspoesie gefallen hat
und interessiert an mehr dergleichen ist,
kann mich gerne kontaktieren und
zu einer Dichterlesung einladen.




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